Kartenlegen - Spirituelle Lebensberatungen

ZUR GESCHICHTE DES KARTENLEGENS

Von Pokalen, Pentagrammen, Stöcken und Schüppen

 

 

Die Herkunft der Spielkarten liegt im Dunkeln der mittelalterlichen Geschichte. Viele verschiedene Theorien behaupten den Ursprung der Karten einordnen zu können.

 

Die einen geben China als Ursprungsland an, zudem sie die Ersten waren, die das Papier erfanden. Andere vermuten Indien als Ausgangsort, von wo aus die Zigeuner die Karten nach Europa gebracht haben sollen. Aus Asien sind auch Bambusorakel bekannt, wahrscheinlich die ursprünglichste Form, bevor sie die Gestalt von Karten annahmen. Auch in Europa kennen wir diese Stöckchenorakel in Form von Runen. In frisch geschnittene Buchenzweige wurden die Zeichen des Runenalphabets geritzt und zur Vorrausschau benutzt. Daher leitet sich auch unser Wort Buchstabe, Buche und Stab, ab.

 

Folgen wir den Annahmen von Etteilla, einem französischen Wahrsager und Okkultisten aus dem 19. Jahrhundert, oder Court de Gebelin, einem französischen Historiker und Philosophen aus dem 18. Jahrhundert, stammen die Karten aus Ägypten, woher auch die großen Arkana des Tarots stammen sollen, wo diese symbolischen Bilder in den Tempeln zur Einweihung ihrer Schüler in die Geheimlehren genutzt worden sein sollen.


Eine andere Annahme, vermutet die Herkunft im arabischen Raum, von wo aus die Sarazenen ein Kartenspiel Namens "Naib", 1379 in Italien eingeführt haben sollen. Woher letztendlich die Karten stammen, und wann sie genau erfunden wurden, läßt sich bis heute nicht mehr feststellen.


Anfang des 14. Jahrhunderts trifft man überall in Mittel und Westeuropa bereits auf Spielkarten mit den vier Farbreihen Herzen (Pokale), Karos (Pentagramme), Stäbe (Stöcke) und Schüppen (Schwerter). Ein eigener Gewerbezweig enstand in deutschen Landen und Städten wie Augsburg, Nürnberg und Ulm, nach der Erfindung der Kuperstiche und Holzdrucke. Auch in Italien und Frankreich wuchs die Kartenproduktion. Die Stadt Venedig hatte, um die Mitte des 15. Jahrhunderts, fast das ausschließliche Monopol der Kartenherstellung. Überall in Europa wurden Gebote und Verbote erlassen, um dem Glücksspiel Herr zu werden, und die Regierungen mußten eingreifen, um dem Verlust von Hab und Gut einhalt zu gebieten.

 

Aber die Spielkarten wurden auch zur Wahrsagerei benutzt, und ab dem 18. Jahrhundert gründeten sich viele magische Zirkel, die sich mit dem Okkulten, Astrologie und auch der Wahrsagerei beschäftigten.

 

Die schillerndste Figur in der Geschichte des Kartenlegens ist zweifelos Mademoiselle Marie-Anne Lenormand, geboren am 27. Mai 1772, in Alencon in der Normandie. Mit fünf Jahren wurde sie Vollwaise und wurde in die Obhut eines Benediktinerklosters gegeben, wo sie die Absetzung der Äbtissin voraussah. 1797 eröffnet sie Ihren Salon in der Rue de Tournon, in Faubourg, St. Germain, wo sie 40 Jahre lang ihre Beratungen abhielt. Über die kleinen Leute, das Bürgertum bis hin zum Adel zieht sich ihre Klientel. Von den Revolutionären Marat, Robespierre, St. Just, denen sie allen den gewaltsamen Tod voraussah, bis zur Gemahlin Napoleons, Josephine de Beauharnais, der sie die Trennung von Napoleon prophezeite. Sie ist die meistgefragteste Wahrsagerin ihrer Zeit. Am 25. Juni 1843 verstirbt Marie-Anne Lenormand. Die großen wie die kleinen Lenormandkarten erscheinen nach ihrem Tode.

 

Das Skatblatt wurde im September 1813 in der thüringischen Stadt Altenburg herausgebracht. Skat wird mit einem Blatt aus 32 Karten gespielt. Man unterscheidet zwischen französischem, deutschem und auch bayerischem Blatt. Das französische Blatt besteht aus den vier Farben Herz, Karo, Kreuz und Pik mit den Karten Sieben, Acht, Neun, Zehn, Bube, Dame, König und Ass.

 

Der Begriff Kartomantie kommt aus dem Griechischen, und setzt sich zusammen aus den Worten "Chartes" (= Papier, Stück Papier) und der Silbe "mantie" oder "Mantik" (= Prophezeiung). In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Allzeit gute Karten.

 

"Tradition ist eine Laterne, der Dumme hält sich an ihr fest, dem Klugen leuchtet sie den Weg."


                                                                      - George Bernard Shaw -

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